Einweihung der Forscherecke im evangelischen Kindergarten Hilsbach
Kann ein Pudding zaubern und kann man aus Blumensamen eine Bombe basteln? Natürlich! Diese Antwort jedenfalls würden die Kinder aus unserem Kindergarten geben. In der neu eingerichteten Forscherecke können sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen und dabei Naturphänomene genauer unter die Lupe nehmen.
Begleitet wurden wir auf diesem Weg zur eigenen Forscherecke vom Klaus-Tschira-Kompetenzzentrum für frühe naturwissenschaftliche Bildung in Heidelberg. Die Patenschaft hierfür hat die Raiffeisenbank Kraichgau eG übernommen.
Eigentlich ist es ganz einfach: Man gibt Speisestärke und Wasser in eine Schüssel und verrührt alles zu einem zähen Brei. „Schau mal, meine Hand versinkt ganz langsam“, ruft Sebastian. „Das kann ich auch“, meint Julian und haut mit der Faust auf die Masse in der Schüssel: „Das geht ja gar nicht! Meine Hand geht nicht unter.“ Die Kinder sind ganz fasziniert von dem „Zauberpudding“.
Es sind Alltagsmaterialien wie diese, mit deren Hilfe die Kinder Naturphänomenen auf die Spur kommen können. „Gerade dieses Konzept der Forscherstation, dass zum Entdecken keine komplizierten Versuche aufgebaut werden müssen, hat uns fasziniert“, berichtet Kindergartenleiterin Katrin Butschbacher-Schmitt: „Deshalb sind wir froh, dass wir nun unsere eigene Forscherecke mit vielen Anregungen und Materialien haben, wie man im Alltag mit Kindern die Welt entdecken kann.“
Auf der Terrasse des Kindergartens ist ein Tisch aufgebaut, an dem auch ein „Brei“ angerührt wird. Nur ist dieser aus Erde und Tonpulver und die Kinder streuen viele Samenkörner hinein. Eifrig werden daraus Kugeln geformt und zum Trocknen in die Sonne gelegt. „Wenn ich die werfe, dann kommen da ganz viele Blumen raus“, erklärt Colin das Prinzip der Samenbomben.
Gleich drei Erzieherinnen aus dem Team unseres Kindergartens hatten die kostenlosen Fortbildungen des Klaus-Tschira-Kompetenzzentrums für frühe naturwissenschaftliche Bildung in Heidelberg besucht. „Am besten hat mir gefallen, dass wir alle Ideen gleich am nächsten Tag in unserem Kindergarten umsetzen konnten“, lobt Martina Spiller die berufsbegleitenden Angebote. Nach erfolgreicher Teilnahme einer Veranstaltungsreihe können sich Kindergärten um eine eigene Forscherstation bewerben. Es wird dann nach einem geeigneten Paten gesucht, der die Einrichtung mit einer Forscherstation vor Ort unterstützt.
„Wir fördern sehr gerne solche Projekte, weil wir uns für die Region verantwortlich fühlen“, sagt Wolfgang Schön, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Kraichgau eG.
Jede „Forscherstation“ ist einzigartig und optimal an den Standort und die Größe der jeweiligen Einrichtung angepasst. Unser Kindergarten in Hilsbach hat sich für einen fahrbaren „Forschertisch“ entschieden, auf dem je nach den Interessen der Kinder die Materialien schnell und einfach in die verschiedenen Gruppenräume geschoben werden können. Zusätzlich haben wir im Außengelände zwei Hochbeete angelegt. Damit haben die Samenbomben dann auch gleich einen Platz, an dem sie ungestört explodieren und ihre Blumenpracht freigeben können.
Die Erzieherinnen und Kinder des evangelischen Kindergarten Hilsbach freuen sich, mit der Raiffeisenbank Kraichgau eG einen zuverlässigen Paten aus der Region gefunden zu haben. Auch in den kommenden Jahren werden wir von unserem Paten für die Anschaffung verschiedenster Materialien für die Forscherecke finanziell unterstützt.